Modulkabelbaum

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Der Modulkabelbaum bündelt die Anschlussmöglichkeiten verschiedener Verbraucher und wurde von uns für eine unkomplizierte Nach- oder Erstausrüstung zusätzlicher Verbraucher entwickelt. Er gehört neben dem Doppelbatteriesystem zum Grundgerüst einer vorausschauenden und klar strukturierten Planung der gesamten elektrischen DC-Anlage.

Es entfällt die  Verkabelung der Zentralverriegelung über das Fahrzeugdach (vorteilhaft bei Fahrzeugen mit Aufstelldach). Die Installation erfordert den Ausbau des Armaturenbrettes und geht in den meisten Fällen einher mit der Installation des Doppelbatteriesystems, unserer Webasto Wasserstandheizung und dem Abdichten der Heizungsluftkanäle.

Anbindungsmöglichkeiten

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  1. heizbarer Separ-Kraftstofffilter
  2. elektrisch einstellbare Stoßdämpfer an der Hinterachse
  3. Kraftstoffpumpen unserer Unterflurtanks
  4. Stromversorgung des Druckschalters unseres Druckluftsystems
  5. Komfortschaltung des Heckwischers
  6. Frostwächter unseres Innenraum-Wassertanks
  7. Anbindung der Relaisschaltung unseres Kabelbaumes für Zusatzbeleuchtung
  8. zeitweise Abschaltung von ABS und Traktionskontrolle
  9. zusätzliche 12V-Steckdosen im hinteren Innenraum
  10. Gleichschaltung von Rückfahrscheinwerfer und hinteren Arbeitsscheinwerfern
  11. Gleichschaltung von Fernlicht und vorderen Arbeitsscheinwerfern

 

Die Punkte 10 und 11 sind nicht, bzw. nur unter Auflagen durchführbar,  wenn das Fahrzeug im Geltungsbereich der StVZO betrieben werden soll.

 

Technische Details und Verarbeitung

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Installation:
gemäß VDE (VDE 0100-717, VDE 0100-721)  hinsichtlich Material und Montage
Kabelmaterial:

Weichgeglühtes Elektrolytkupfer Cu-ETP1 nach DIN EN 13602, blank. Aufbau gemäß ISO 6722. Temperaturbereich min. -40 °C … min. +90 °C (3.000 h)

Die Strombelastbarkeit und somit den Kabelquerschnitt wählen wir aus Sicherheitsgründen grundsätzlich höher als erforderlich. Stromführende und teilweise auch nicht stromführende Kabel verlegen wir grundsätzlich in Automotive Wellrohr der Klasse PP FFPYL-(BS) oder höher.

Verbindungen:

Die verwendeten Kabelschuhe für mehrdrähtige Rundleiter z. B. nach DIN EN 60228 Kl. 2 oder für feindrähtige Rundleiter z.B. nach DIN EN 60228 Kl. 5 werden je nach Ausführung des Kabels mittels Kerb- oder Sechskantpressung, bzw. speziellen Matritzen unter Verwendung bereitgestellter Werkzeuge des Kabelschuhherstellers verarbeitet. Somit werden Fehler bei der Produktwahl oder nicht fachgerechte Verpressungen ausgeschlossen, da diese zu erhöhten Übergangswiderständen und in der Folge zu Leistungsverlusten, Temperaturerhöhungen oder sogar zu Bränden führen können.